Die Druckerei hat meine Datei abgelehnt (Eine Checkliste, damit dir das nicht passiert)
Häufige Gründe, warum Druckdateien abgelehnt werden, und wie du sie vor dem Einreichen behebst.
Ich habe 500 Visitenkarten bestellt. Datei hochgeladen, bezahlt, eine Woche gewartet.
Dann kam die E-Mail: „Ihre Datei erfüllt nicht unsere Anforderungen. Bitte reichen Sie sie erneut ein."
Keine Erklärung, was falsch war. Nur „erfüllt nicht die Anforderungen." Sehr hilfreich.
Nach drei Runden Hin und Her habe ich das Problem herausgefunden: Mein Bild war RGB, und sie brauchten CMYK. Ein Fünf-Sekunden-Fix, der mich zwei Wochen Verzögerung gekostet hat.
Hier ist die Checkliste, die ich jetzt verwende, damit das nie wieder passiert.
Auflösung: Der häufigste Ablehnungsgrund
Druck erfordert eine höhere Auflösung als Bildschirme. Was auf deinem Monitor bei 72 DPI toll aussieht, druckt sich verschwommen.
Die Regel: 300 DPI bei der endgültigen Druckgröße.
Wenn du ein Poster im Format 60x90 cm druckst, muss dein Bild 7200x10800 Pixel haben. Die meisten Handyfotos sind 4000x3000 — nicht mal ansatzweise genug.
Prüfe die Bildabmessungen vor dem Einreichen. Wenn sie zu klein sind, hast du drei Optionen:
- Ein anderes (größeres) Quellbild verwenden
- Im richtigen Format neu gestalten
- Geringere Qualität akzeptieren (nicht empfohlen für alles, was Kunden sehen)
Farbraum: RGB vs. CMYK
Bildschirme verwenden RGB (rotes, grünes, blaues Licht). Drucker verwenden CMYK (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz als Tinte).
Manche Farben, die in RGB toll aussehen, lassen sich in CMYK schlicht nicht reproduzieren. Knallige Neongrüns, elektrische Blaus, leuchtende Orangetöne — die sehen im Druck matter aus.
Das ist kein Bug. Das ist Physik. CMYK hat einen kleineren Farbraum als RGB.
Was du tun kannst:
- Vor dem Einreichen in CMYK konvertieren, wenn die Druckerei es verlangt
- Prüfe, wie deine Farben sich übersetzen mit einem Farbkonverter
- Vermeide Neon-/Elektrofarben bei Designs für den Druck
- Fordere einen Proof an, bevor du die volle Auflage druckst
Dateiformat: Was Druckereien wirklich wollen
Jede Druckerei ist anders, aber generell:
- PDF wird für die meisten Druckjobs bevorzugt (bewahrt Schriften, Vektoren, Layout)
- TIFF für Fotodrucke (unkomprimiert, höchste Qualität)
- PNG ist für einfache Grafiken akzeptabel
- JPEG funktioniert, aber vermeide starke Kompression
- Niemals WebP oder SVG einreichen, es sei denn, die Druckerei akzeptiert sie ausdrücklich
Beschnitt: Der Rand, der abgeschnitten wird
Druckereien schneiden Papier mit Maschinen, die nicht pixelgenau arbeiten. Wenn dein Design bis zum Rand geht, brauchst du „Beschnitt" — zusätzlichen Platz über die Schnittlinie hinaus, der abgeschnitten wird.
Standard-Beschnitt ist 3mm auf jeder Seite.
Wenn deine Visitenkarte 85 x 55 mm ist, sollte deine Datei 91 x 61 mm sein, wobei der zusätzliche Platz mit deiner Hintergrundfarbe oder deinem Muster gefüllt ist.
Kein Beschnitt = weiße Ränder bei manchen Karten, wo der Schnitt leicht daneben lag.
Schrift-Probleme
Wenn du ein PDF einreichst, entweder:
- Schriften einbetten (die meisten PDF-Ersteller machen das standardmäßig)
- Text in Pfade/Kurven umwandeln (garantiert, dass es überall gleich aussieht)
Wenn du eine Bilddatei einreichst, ist das kein Problem — der Text ist bereits gerastert.
Meine Checkliste vor dem Einreichen
Bevor du irgendetwas bei einer Druckerei hochlädst:
- Auflösung bei 300 DPI für die Druckgröße
- Farbraum ist CMYK (oder zumindest die Konvertierung geprüft)
- Dateiformat entspricht dem, was die Druckerei akzeptiert
- Beschnitt enthalten, wenn das Design bis zum Rand geht
- Schriften eingebettet oder in Pfade umgewandelt
- Datei auf einem anderen Gerät geöffnet, um zu prüfen, ob sie richtig aussieht
Im Zweifel: Anrufen
Ernsthaft. Die meisten Druckereien haben jemanden, der sich zwei Minuten am Telefon Zeit nimmt, um dir genau zu erklären, was sie brauchen. Das ist schneller als die Ablehnung-Neueinreichung-Schleife.
Ablehnungen von Druckdateien sind frustrierend, weil sie sich willkürlich anfühlen. Aber es sind fast immer eine von fünf Sachen: Auflösung, Farbraum, Format, Beschnitt oder Schriften. Prüfe diese fünf vor dem Einreichen, und du sparst dir jede Menge Hin und Her.