Bild- und Etikettierungstools für Online-Händler
Produktbildoptimierung, Barcode-Erstellung und QR-Codes für Verpackungen — professionell aussehen ohne teure Software.
Letzten Monat half ich einer Freundin, ihren Etsy-Shop einzurichten. Wunderschöner handgemachter Schmuck. Tolle Fotos vom Handy.
Jedes einzelne Listing wurde wegen falscher Bildabmessungen markiert.
Es stellte sich heraus, dass jede Plattform eigene Anforderungen hat. Wenn die Bilder nicht passen, werden sie entweder unschön zugeschnitten oder komplett abgelehnt. Hier ist, was ich über das richtige Vorgehen gelernt habe.
Bildgrößen-Anforderungen der Plattformen
Jeder Marktplatz hat eine Meinung zu Produktfotos:
| Plattform | Hauptbild | Thumbnail | Empfohlen | |-----------|-----------|-----------|-----------| | Amazon | mind. 1600x1600 | 500x500 | 2000x2000 | | Shopify | max. 2048x2048 | 100x100 | 1024x1024 | | Etsy | mind. 2000x2000 | 570x456 | 2000x2000 | | eBay | mind. 500x500 | 400x300 | 1600x1600 | | WooCommerce | Variabel | 300x300 | 800x800 |
Fünf verschiedene Specs für fünf Plattformen. Wer auf mehreren Marktplätzen verkauft, braucht mehrere Versionen von jedem einzelnen Produktfoto.
Das Weiß-Hintergrund-Problem
Amazon verlangt einen reinweißen Hintergrund (RGB 255, 255, 255) für Haupt-Produktbilder. Andere Plattformen bevorzugen ihn, auch wenn sie ihn nicht vorschreiben.
Nach dem Produktfoto das Bild so zuschneiden, dass das Produkt mittig mit einheitlichem Abstand steht. Die meisten Marktplatz-Algorithmen bevorzugen Bilder, bei denen das Produkt 85% des Rahmens ausfüllt.
Dateigröße ist wichtiger als man denkt
Was Händler übersehen: Upload-Geschwindigkeit und Ladezeit beeinflussen direkt die Conversion-Rate. Studien zeigen durchgängig, dass jede zusätzliche Sekunde Ladezeit Umsatz kostet.
Ein Produktlisting mit zehn 5MB-Fotos lädt auf dem Handy ewig. Und wo surfen die meisten Käufer? Auf dem Handy.
Produktbilder vor dem Upload komprimieren. Normalerweise lässt sich die Dateigröße um 60-70% reduzieren, ohne sichtbaren Unterschied. Kunden sehen keine schlechtere Qualität — aber sie merken schnelleres Laden.
Barcodes für die Lagerverwaltung
Ab ein paar Dutzend Produkten braucht man Barcodes. Ob UPC-Codes für den Einzelhandel, EAN für internationalen Verkauf oder Code 128 für interne Bestandsverfolgung — ordentliche Barcodes machen alles von der Lagerverwaltung bis zur Kassenintegration reibungsloser.
Ein Barcode-Generator lässt einen einzelne Barcodes oder Stapel erstellen. Auf Etiketten drucken, auf Produkte oder Verpackungen kleben, und das Inventarsystem läuft wie ein professioneller Betrieb.
QR-Codes auf Verpackungen
Das machen clevere Händler jetzt: QR-Codes auf Produktverpackungen, die zu Aufbauanleitungen, Garantieregistrierung, Bewertungsseiten oder Nachbestelllinks führen.
Ein Kunde scannt den Code auf seinem neuen Küchengerät und landet auf einem Setup-Video. Oder er scannt den Code auf der Kaffeetüte und kommt direkt auf eine Abo-Seite.
Generierung und Druck kosten praktisch nichts, aber es entsteht eine direkte digitale Verbindung zum physischen Produkt.
QR-Code generieren, Ziel-URL eingeben, Bild herunterladen und ins Verpackungsdesign einfügen. Manche Händler packen sogar QR-Codes auf Dankeskarten, die zu Bewertungsseiten verlinken.
Ein praktischer Workflow
Der empfohlene Prozess für jedes neue Produktlisting:
- Produktfotos schießen (gute Beleuchtung, sauberer Hintergrund)
- Produkt mittig zuschneiden mit passendem Rahmen
- Auf die spezifischen Anforderungen jeder Plattform skalieren
- Auf unter 500KB pro Bild komprimieren
- Barcodes generieren für die Lagerverwaltung
- QR-Codes erstellen für Verpackungen wenn zutreffend
Einmal pro Produkt, und man ist für alle Plattformen gerüstet. Skalierte Versionen in Ordnern nach Plattform benennt speichern, dann findet man sie später sofort.
Der professionelle Vorsprung
Der Unterschied zwischen einem Shop, der amateurhaft aussieht, und einem, der professionell wirkt, liegt oft in diesen Details. Richtig dimensionierte Bilder, die schnell laden, einheitliche Produktrahmung und cleverer Einsatz von Barcodes und QR-Codes.
Nichts davon erfordert teure Software. Man muss nur wissen, was jede Plattform erwartet, und die richtigen Tools dafür haben.
Online-Verkauf ist auch ohne den Kampf mit Bildabmessungen und Dateigrößen wettbewerbsintensiv genug. Das Technische einmal richtig machen, dann auf das konzentrieren, was wirklich zählt — großartige Produkte herstellen und vermarkten.
🔧 Verwandte Tools
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