Das unverzichtbare Online-Toolkit für freiberufliche Designer
Bildoptimierung, Farbcode-Konvertierung, Favicon-Erstellung und SVG-Bereinigung — alle Tools für Kundenarbeit, ohne Installation.
Letzten Dienstag um 21 Uhr schrieb mir ein Kunde: "Kannst du das Logo als 32x32 Favicon und 180x180 Apple Touch Icon schicken? Und was war nochmal der Hex-Code von dem Blau?"
Ich hatte nur meinen Laptop. Kein Photoshop. Kein Illustrator. Nur einen Browser.
Fünfzehn Minuten später war alles geliefert. So geht's.
Das "Kunde will bestimmte Größen"-Problem
Das passiert ständig. Ein Kunde braucht sein Hero-Bild exakt in 1200x630 für Open Graph, Produktfotos in 800x800 für den Shop und Thumbnails in 150x150 für ein Grid-Layout. Drei verschiedene Größen aus einem Bild.
Für ein simples Resize eine vollständige Design-App zu öffnen, ist wie mit dem Lastwagen zum Supermarkt zu fahren. Man braucht einfach etwas Schnelles und Präzises.
Bild reinziehen, Dimensionen einstellen, herunterladen. In Sekunden erledigt. Ich habe dafür einen Browser-Tab angepinnt, weil ich das mindestens zweimal pro Woche brauche.
Farbcode-Chaos
Entwickler fragen nach Hex. Druckereien wollen CMYK. Brand-Richtlinien listen RGB-Werte. Ein Kunde schickt eine Pantone-Nummer und fragt nach der "CSS-Version".
Farbkonvertierung klingt trivial, bis man es zum fünften Mal am Tag macht. Einen einzigen Ort zu haben, wo man jedes Farbformat einfügt und jedes andere Format zurückbekommt, spart echte Zeit.
Profi-Tipp: Die meistgenutzten Markenfarben nach dem Konvertieren bookmarken. Spart das nächste Nachschlagen.
Favicons sind überraschend kompliziert
Ein Favicon wirkt einfach — es ist ein winziges Icon. Aber moderne Browser und Geräte brauchen tatsächlich mehrere Größen: 16x16 für Browser-Tabs, 32x32 für Lesezeichen, 180x180 für iOS-Homescreens, 192x192 für Android.
All diese aus einem einzigen Quellbild zu generieren, bedeutete früher Photoshop öffnen, jede Größe manuell exportieren und ins .ico-Format konvertieren. 20 Minuten Fleißarbeit.
Mit einem Favicon-Generator lädt man einmal hoch und bekommt jede benötigte Größe. Ich packe das jetzt in jede Website-Übergabe rein.
SVG-Bereinigung vor der Übergabe
Illustrator und Figma exportieren SVGs mit viel Ballast — Editor-Metadaten, unnötige Gruppen, Inline-Styles die Attribute sein sollten, viel zu hohe Dezimalgenauigkeit.
Ein 50KB-SVG, das eigentlich 8KB sein sollte, ist keine Seltenheit. Bei einem einzelnen Icon macht das wenig aus. Bei einem Set von 40 Icons auf einer Seite ist es der Unterschied zwischen flüssig und träge.
SVGs vor dem Versand an Entwickler durch einen SVG-Optimierer laufen lassen. Die werden sich über das saubere Markup freuen, und die kleineren Dateigrößen helfen der Seitenperformance.
Kunden-Lieferungen komprimieren
Kunden interessiert keine Komprimierung. Sie interessiert, dass ihre Website schnell lädt und ihre E-Mail-Anhänge nicht wegen Übergröße abgelehnt werden.
Bevor ich einen Stapel Bilder verschicke, lasse ich sie durch die Komprimierung. Ein Portfolio mit 20 Produktfotos kann von 80MB auf 12MB schrumpfen — ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Das ist der Unterschied zwischen "das lädt ja ewig" und "hab ich, danke!"
Der echte Workflow
Mein tatsächlicher Prozess für eine typische Kunden-Asset-Lieferung:
- Auf die exakten Maße skalieren, die der Kunde angegeben hat
- Komprimieren, um die Dateigröße ohne Qualitätsverlust zu reduzieren
- Farben konvertieren, falls bestimmte Formatcodes benötigt werden
- Favicons generieren bei Webprojekten
- SVGs optimieren vor der Übergabe an Entwickler
Das Ganze dauert vielleicht 10 Minuten für ein komplettes Asset-Set. Keine Software zu installieren. Keine Abos. Nur Browser-Tabs und fertig.
Warum Browser-Tools für Freelancer gewinnen
Als Freelancer ist jede Minute Einrichtungszeit unbezahlte Zeit. Man sitzt vielleicht am Rechner des Kunden, am Café-Laptop oder am Tablet. Tools, die in jedem Browser funktionieren, auf jedem Gerät, ohne Login oder Testversion-Einschränkungen — das macht Freelancing wirklich nachhaltig.
Die besten Tools sind die, über die man nicht nachdenken muss. Sie funktionieren einfach, wenn man sie braucht, stehen nicht im Weg und lassen einen sich auf die kreative Arbeit konzentrieren, für die der Kunde tatsächlich bezahlt.