Warum dein Logo verschwommen aussieht (Raster vs. Vektor)
Vektor-Grafiken skalieren unendlich. Raster-Bilder nicht. Wisse, wann du welches verwendest.
Du sendest dein Logo an eine Druckerei. Es sieht scharf auf deinem Bildschirm aus. Die gedruckte Version sieht aus, als wäre sie in MS Paint gemacht.
Das Problem: Du hast ein Raster-Bild gesendet, wo ein Vektor nötig war.
Raster-Bilder: Raster aus Pixeln
JPEG, PNG, GIF – das sind Raster-Formate. Sie speichern Bilder als Raster gefärbter Pixel.
Ein 100x100-Pixel-Bild hat genau 10.000 Pixel. Vergrößere es auf 200x200 und du erfindest Pixel, die nicht da waren. Das Ergebnis: Unschärfe oder Pixelierung.
Raster funktioniert großartig in der beabsichtigten Größe. Hochskalieren und Qualität degradiert.
Vektor-Bilder: Mathematik, keine Pixel
SVG, PDF, AI – das sind Vektor-Formate. Sie speichern Anweisungen wie „zeichne einen Kreis hier" und „mach eine Linie von A nach B".
Skaliere einen Vektor auf jede Größe und er berechnet neu. Immer scharf. Immer klar.
Wann Vektor verwenden
Logos. Brauche sie in jeder Größe – Favicon bis Plakatwand. Vektor handhabt alle.
Icons. UI-Elemente, die in verschiedenen Größen über Geräte erscheinen.
Illustrationen. Einfaches Artwork mit Volltonfarben und definierten Formen.
Druckmaterialien. Alles, was zu einer Druckerei in unbekannten Größen geht.
Wann Raster verwenden
Fotografien. Millionen Farben, Verläufe, Komplexität. Fotos sind inhärent Raster.
Komplexes Artwork. Malerische Texturen, detaillierte Verläufe, natürliche Bilder.
Screenshots. Was auf dem Bildschirm zu erfassen ist, ist inhärent pixelbasiert.
Web-Fotos. JPEG-Kompression macht Fotos praktisch für Web-Auslieferung.
Die Konvertierungs-Realität
Raster zu Vektor ist schwer. Software kann Kanten tracen und Formen approximieren, aber komplexe Bilder konvertieren nicht gut. Einfache Logos mit Volltonfarben konvertieren vernünftig. Fotografien konvertieren nicht sinnvoll.
Vektor zu Raster ist einfach. Exportiere einfach in deiner Zielgröße. Aber einmal gerastert, kannst du nicht zurück zu Vektor ohne es neu zu erstellen.
Häufige Fehler
Raster-Logos verwenden. Dein Logo sollte als Vektor existieren (AI, SVG oder PDF). Raster-Versionen können daraus in jeder benötigten Größe exportiert werden.
Vektor-Screenshots. Screenshots von Vektor-Dateien sind Raster. Du brauchst die tatsächliche Vektor-Datei, nicht ein Bild davon.
Über-Vektorisieren. Nicht alles sollte Vektor sein. Fotos und komplexe Bilder profitieren nicht.
Quelldateien ignorieren. Design-Dateien (Illustrator, Figma) sind vektor-basiert. Nach PNG exportieren verliert das. Behalte Quelldateien.
Praktischer Workflow
- Erstelle Original-Artwork im Vektor-Format
- Behalte die Vektor-Quelldatei für immer
- Exportiere Raster-Versionen in spezifischen Größen bei Bedarf
- Re-exportiere aus Quelle, wenn du verschiedene Größen brauchst
Arbeite nicht rückwärts. Versuche nicht, ein Raster-Logo von deiner Website zu vektorisieren. Finde oder erstelle das Original-Vektor neu.
Dateiformat-Schnellguide
| Format | Typ | Am besten für | |--------|-----|---------------| | SVG | Vektor | Web-Grafiken, Icons | | AI | Vektor | Professionelle Design-Quelldateien | | PDF | Vektor* | Dokumente, Druck | | PNG | Raster | Screenshots, Transparenz | | JPEG | Raster | Fotos |
*PDF kann sowohl Vektor- als auch Raster-Inhalt enthalten.
Vektor für Skalierbarkeit. Raster für Fotografien. Behalte Vektor-Originale und exportiere Raster bei Bedarf. Das falsch herum zu machen erzeugt verschwommene Logos und frustrierte Designer.